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5. Tag Akakus National Park
Auch heute haben wir Zeit, die Felsmalereien im Akakus-Gebirge zu entdecken. Teils in versteckten Tälern und Höhlen legen diese Kunstwerke Zeugnis ab über die klimatische Veränderung der Sahara. Darstellungen von Giraffen, Straußen, Elefanten und Rindern zeigen, dass die Sahara einst fruchtbares Gebiet war. Auch Darstellungen von Jägern, Garamanten mit Streitwagen, Musikern und Frauen sind vorhanden. Wir fahren ins Wadi Anshalt und Wadi Tanshalt, in dem es viele prähistorische Malereien und Gravuren zu entdecken gibt. Die aus verschiedenen Epochen stammenden Felsbilder sind für viele Reisende Höhepunkte einer LibyenReise; manche kommen ausschließlich ihretwegen in das Land. Schließlich gelangen wir zum von Jahrmillionen durch Wind und Erosion geschaffenen Fozzidjaren-Bogen, ein natürlicher Felsbogen von gigantischem Ausmaß. Im Abendlicht wirkt er besonders plastisch und der Fels wie auch die danebenliegenden hohen Dünen erhalten nach und nach eine rötliche Färbung. Wir werden unweit davon die Nacht verbringen und die Stille der Wüste genießen. Übernachtung im Zelt [FMA]
6. Tag Akakus - Erg Uan Casa - Erg Murzuk
Nach einer weiten Sandebene erreichen wir das Dünengebiet des Erg Uan Casa, wo lange Dünenketten durch die Ebene ziehen. Das Gebiet entspricht wohl dem, was sich ein Großteil der Menschen unter der Wüste vorstellen. Für die meisten überraschend ist, dass nur etwa 20 % der Sahara aus solch einer Sanddünenlandschaft besteht. Der Rest wird geprägt durch Steinwüste, Hamadas, Wadis, Tafelberge und Tassili-Landschaften. Für alle Gegenden bezeichnend ist die Erhabenheit der Natur, die absolute Ruhe und Klarheit, eine Welt, die oft auch in kleinen Dingen große Wunder aufweist. Unser Ziel ist - nach Durchquerung einer weiten Reg-Ebene das Erg Murzuk, eines der größten zusammenhängenden Dünengebiete der Sahara, ein wahrer Ozean aus hohen Dünen. Übernachtung im Zelt [FMA]
7. Tag Wadi Mathendous - Germa
Kurze Zeit fahren wir am Erg Murzuk entlang, dann verschwinden die Dünen langsam. Wir überqueren die Hochfläche des Messak Settafet, eine Hamada (Sandstein mit Wüstenlack) und gelangen ins Wadi Mathendous, das von der UNESCO als Weltkulturerbe klassifiziert wurde. In der Tat geben die Vielzahl der Darstellungen eine Vorstellung des Lebens in der Sahara vor 10.000 Jahren. Großflächige Gravuren unterschiedlicher Tiere wie Krokodile, Elefanten, Giraffen und Strauße sind an Felswänden ebenso zu finden wie auf einzelnen Blöcken. Im Vergleich zum Akakus, wo es mehr Farbbilder gibt, findet man hier ausschließlich fein gestaltete Gravuren. Die Künstler haben offensichtlich die Struktur der Felsen mit einbezogen und mit unterschiedlichen Techniken gearbeitet. Am späten Nachmittag erreichen wir Germa, einst die Hauptstadt der Garamanten, die bereits 1.000 v.Chr. im Wadi Adjal im Fezzan ein mächtiges Reich etabliert hatten. Bei Interesse kann man die Überreste der antiken Siedlung der Garamanten besichtigen. Je nach Zeit bietet sich noch heute eine echte Wohltat: Wir können duschen! Wegen den zahlreichen Mücken übernachten wir aber nicht in diesem festen Camp sondern in der Nähe in den Dünen. Übernachtung im Zelt [FMA]
8. Tag Mandara-Seen
Morgens, wenn die Sonne noch nicht lange scheint und im kontrastreichen Schattenspiel jede Dünenkante mit dem Messer gezogen scheint, steuern wir die Mandara-Seen mitten im Erg Ubari an. Hier kann der Fahrer sein Können unter Beweis stellen, denn es gilt, spektakuläre und fahrtechnisch anspruchsvolle Dünenpassagen zu überqueren. Es soll 10 bis 15 - teils ausgetrocknete - Seen geben, die aktuelle Zahl hängt vom Grundwasserspiegel ab: Ist dieser hoch, bilden sich Seen auch an Stellen, die normalerweise trockenliegen. Neben dem Mandara-See (führt selten Wasser!) besuchen wir den „Bilderbuchsee" Umm el Maa und wandern in der schönen Landschaft. Wir campieren ein letztes Mal in den Dünen. Unseren letzten Abend in der Sahara verbringen wir mit unseren libyschen Begleitern am Lagerfeuer - über uns das Lichtermeer des Sternenhimmels. Übernachtung im Zelt [FMA]
9. Tag Mandara-Seen - Sebha -Tripolis
Morgens besuchen wir den kleinen Maflu-See und erreichen schließlich den Gabroon-See, den größten der Mandara-Seen, der nach Süden von einer gewaltigen Sanddüne begrenzt
wird. Hier machen wir unsere Mittagspause und können die Zeit zu einer kleinen Dünenwanderung oder zu einem Bad in dem salzhaltigen Wasser nutzen. Auf der Wasseroberfläche spiegeln sich die hohen Dünen und die Palmen des Ufers - ein wirklich außergewöhnliches Bild! Dünen, Dünen und noch mal Dünen! Nachmittags fahren wir nach Sebha zurück. In einem Camp können wir uns duschen, einen echten Cappuccino trinken und entspannen. Nach dem Abendessen heißt es Abschied nehmen sowohl von der Sahara als auch von unserer Begleitmannschaft. Abends Flug von Sebha nach Tripolis. Übernachtung im Hotel [FMA]
10. Tag Sabratha - Tripolis
Von Tripolis fahren wir etwa eine Stunde nach Westen und besichtigen die am Mittelmeer liegenden Ruinen von Sabratha. Die Ausgrabungsstätte zählt ebenfalls zum von der UNESCO geschützten Weltkulturerbe. Außer dem Theater, einem Glanzstück römischer Architektur, sind dort sehr schöne Bodenmosaike erhalten. Nachmittags Rückfahrt und Bummel durch die Altstadt von Tripolis. Vorbei am Marc-Aurel-Bogen aus römischer Zeit erreichen wir durch schmale Gassen den Suq (Bazar). Am Spätnachmittag wird es in der Medina zunehmends lebendiger und ein Besuch lohnt sich. Von einem Café aus können wir das Treiben beobachten. Übernachtung im Hotel [FMA]
11. Tag Tripolis und Heimreise
Der Vormittag steht uns in Tripolis zur freien Verfügung, z.B. zur Besichtigung des Nationalmuseums oder für einen weiteren Besuch der Altstadt. Gegen Mittag werden wir zum Flughafen gebracht und treten unseren Heimflug nach Frankfurt an. F]
Teilnehmerzahl: ab 2 Personen Durchführungsgarantie Preis: ab 990 Euro (ohne Flug auf Anfrage möglich) Einzelzimmerzuschlag: 100 Euro Referenz: haus-08
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