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Ghar N’Igheren 21tägige Geländewagenexpedition/ 4 Tage Pinassenfahrt/ 3 Tage Trekking Dogonland ab/bis Deutschland.
1.-2. Tag Anreise nach Bamako Flug von Deutschland via Casablanca nach Bamako. Ankunft Nachts und Transfer zum Hotel. Einen ganzen Tag haben wir Zeit und musse, uns die quirlige Hauptstadt Malis anzuschauen. Wir besuchen das Nationalmuseum mit seiner reichen Auswahl an traditioneller Kunst und bummeln über den lebhaften und farbenfrohen Markt. · 3.-4. Tag Ségou & Mopti – Städte am Fluss Über die einzige große Asphaltstraße des Landes erreichen wir bereits am Mittag des 3. Reisetages Ségou und checken dort im Hotel ein. In der alten, von den französischen Kolonialherren kreierten Architektur geht die bodenständige Lehmbaukunst eine erstaunliche Ehe mit dem Stilwollen aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts ein. Wer mag, bummelt in den Abendstunden den Fluss entlang und genießt die Stimmung am Wasser und kehrt anschließend in einer der typischen Bierkneipen ein.
Am 4. Tag treffen wir nachmittags nach einer längeren und deswegen etwas anstrengenderen Fahrt in Mopti ein. Am Hafen beobachten wir das Be- und Entladen der zahllosen Schiffe und können gleich nebenan an den überdachten Ständen sehen, was in all den Säcken und Kisten verborgen war. Nur wenige Meter weiter wird Fisch über schwelenden Feuern geräuchert, und weit hinten, an den Werften, beobachten wir, wie die viereckigen Nägel für den Schiffsbau geschmiedet werden. · 5.-9. Tag Der Weg nach Norden: Per Pinasse nach Timbuktu In einer Pinasse (motorisiertes Langboot) gleiten wir drei Tage lang den Niger flussabwärts bis nach Kourioumé, dem Hafen Timbuktus. Der Niger ist die Lebensader des Landes, befahren von unendlich vielen Booten, die Güter von und nach Mopti und in die anderen Orte am Fluss bringen. An seinen Ufern leben Fischer, hierher kommen die großen Rinderherden zur Tränke. Zwischendurch legen wir immer mal wieder an, laufen ein Stück, besuchen die Fischerdörfer Bozo und Somono und campen nachts am Ufer des Niger. An Bord haben wir unsere Expeditionsküche und auch eine einfache Toilette. Am Mittag des 8. Reisetages erreichen wir Timbuktu. Am Nachmittag bummeln wir gemeinsam durch die Stadt. Zwar deutlich mitgenommen durch diverse Paris-Dakar-Rallyes und seit Jahren beständig wachsende Touristenhorden, die auch hier die Jugend zu cleveren Geschäftsleuten herangezogen haben, verströmt Timbuktu doch die Ruhe der umgebenden Wüste und ihrer alten maurisch-arabischen Kultur. Unter anderem besuchen wir die Masdjid Djinger-Ber, einen stattlichen Lehmbau und die Sankoré, in der einst die Universität Timbuktus untergebracht war. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Wohnhäuser der Forschungsreisenden Heinrich Barth und René Caillé. Der zweite Tag in Timbuktu steht uns dann zur freien Verfügung. Wer mag kann die berühmte Handschriftensammlung in der Bibliothek besuchen oder einen Tagesausflug per Kamel in die umgebende Wüste unternehmen. · 10.-12. Tag Sahel & Hombori Am heutigen Morgen starten wir zu unserer Fahrt den Niger entlang und durch die Sahellandschaft des Gourma im Niger-Innenbogen. Nach zwei anstrengenderen Fahrtagen durch wunderbar sanfte, tiefgelb- bis orangefarbige Sandgebiete erreichen wir das Dorf Hombori am Rand des Gandamia-Massivs. Auch hier, an der weithin bekannten Main du Fatima, den kerzengerade in den Himmel ragenden Massiven der "Hand Fatimas" bleiben wir für zwei Nächte in einem einfachen Campement, das uns aber immerhin den sicher willkommenen Luxus einer Dusche bietet. Den dazwischen liegenden Tag wollen wir zu einer Wander- und Trekkingtour in der Umgegend nutzen – sicherlich auch eine gute Vorbereitung auf das folgende Trekking im Dogonland. · 13.-16. Tag Trekking im Land der Dogon Ein kurzes Stück des Weges genießen wir nochmals die Annehmlichkeit der Asphaltstraße. Bis Sevaré, wo wir unsere Vorräte auffüllen, und ein kurzes Stück weiter bis nach Bandiagara – dem Hauptort des Dogonlandes oben auf der Falaise – vertrauen wir uns ihr an. Nur wenig südöstlich liegt der kleine Weiler Songo. Dort befindet sich ein Abri, zu dessen Füßen seit alters her die Dogon ihre Kinder initiieren. Die Wände des Abri sind über und über mit schwarz-rot-weißen Malerein bedeckt. Kurz darauf erreichen wird die Falaise (Steilabbruch) du Bandiagara. Von hier schaut man weit ins Land der Dogon hinab — mächtige Baobabs ragen inmitten der Getreidefelder auf, Ziegen- und Rinderherden sind wie helle und braune Tupfen dazwischengesetzt. Wir fahren hinunter zum nordöstlichen Ende der Falaise nach Tirelli, in dessen Nähe wir unser Camp auf gold-orangen Dünen aufschlagen. Von unserem Lagerplatz genießen wir einen weiten Blick auf die Falaise und die zu ihren Füßen und an ihren Flanken geduckten Dogondörfer. Am nächsten Tag wandern wir unterhalb der Falaise entlang. Das Gepäck reist im Auto voraus, so dass wir nur unseren eigenen Tagesbedarf tragen müssen. Tirelli empfängt uns mit steilen und steinigen Gässchen, die sich in zahllosen Windungen zwischen den eng aneinanderstehenden Gehöften den Berghang hinaufziehen. Unser lokaler Führer weiß unendlich viel über die Architektur und die Nutzung der verschiedenen Gebäude – darunter Versammlungsbauten und Menstruationshütten, Töpfereien und Schmieden zu berichten. Unser Tagesziel heißt Nombori. Heute nächtigen wir direkt am Fuß der Falaise, und wer mag, kann des Abends noch mal einen kurzen Abstecher in das Dorf machen, den Bauern beim Bewässern ihrer Felder zuschauen oder eine erste Kletterpartie in den Steinen unternehmen.
Der zweite Tag des Treks erfordert ein wenig Schwindelfreiheit, denn unser Pfad führt uns heute durch eine schmale Klamm oben auf die Falaise. Wer mag, kann an diesem Tag aber auch aussetzen und mit den Begleitfahrzeugen zum abendlichen Treffpunk vorfahren. Der Weg der FußgängerInnen ist steil, aber auch für Ungeübte gut zu schaffen. Nur an einer Stelle müssen wir eine steilere Passage auf aus Baumstämmen grob gehauenen Leitern überwinden. Dann wandern wir auf uralten Fußwegen oben auf dem Plateau entlang der Abbruchkante, kreuzen kleine Bäche, queren sorgfältig angelegte Zwiebel- und Hirsefelder, rasten zwischendurch unter mächtigen, schattenspendenden Bäumen. Am Nachmittag treffen wir in Bendjmatou ein. Wie in vielen Dörfern gibt es ein Wohnviertel, in dem ausschließlich Christen, ausschließlich Muslime oder Animisten, also Anhänger der althergebrachten Religion der Dogon, leben. Doch im alltäglichen Umgang miteinander spielt die Religionszugehörigkeit eine ausgesprochen untergeordnete Rolle. Nahe Bendjmatu rasten wir direkt am Abbruch der Falaise und genießen auf dieser stets angenehm windigen Bergnase an klaren Tagen den Blick in die sich nun unter uns in die Ferne erstreckende Gondo-Ebene. Von hier aus können wir auch unseren heutigen Campplatz – wieder inmitten der Sanddünen gelegen – entdecken. Über einen schmalen, ausgetretenen Pfad unter Bäumen klettern wir hinunter zu unseren Schlafplätzen.
Desto weiter wir nun nach Westen gelangen, desto seltener begegnen uns andere Europäer und desto geruhsamer wird das Wandern. Denn die zahllosen Eintagsausflügler, die in den Hotels nächtigen, kommen nicht bis hierhin. Wir besuchen die Dörfer Ennde und Telli. In Ennde ergibt sich vielleicht die Gelegenheit, den Frauen beim Färben der ausschließlich von den Männern gewebten Baumwollstoffe mit Indigo zuzuschauen. Hier kann auch – wer mag – einen der kraft- und kunstvoll in traditionellen Erdfarben bemalten Teppich erwerben. Telli ist der Endpunkt unseres Treks. Dort werden wir in der Regel vom Chef des Dorfes begrüßt und nächtigen – sofern nicht schon andere Gäste vor uns eintrafen – in unseren Schlafsäcke im Gästehaus unter schattenspendenden Dächern auf kunstvoll geschnitzten Stützen. · 17.-18. Tag Djenné Heute steigen wir erneut in unsere Geländefahrzeuge ein. Über eine schmale, kehrenreiche Straße erreichen wir die Plateaukante der Falaise und werfen einen letzten Blick auf die Gondo-Ebene. Unser Ziel ist Djenné, wo wir gemeinsam mit vielen andern MalierInnen bereits am Vortag des großen Montagsmarktes eintreffen. Gemeinsam laufen wir von unserem zentral gelegenen Campement zur Moschee hinüber und umrunden das staunenswerte und bis in die fernsten Dörfer des Sahel bekannte Bauwerk. Der Zutritt ist uns Nicht-MuslimInnen leider nicht (mehr) gestattet, aber die Konstruktion des Lehmbaus erschließt sich uns auch so ganz eindrücklich. Dann geht es hinein in das Gewirr der Häuser Djennés. Zahllose Koranschulen vermitteln den oft von weither angereisten Kindern Kenntnisse im Lesen und Verstehen des heiligen Buches. Eine Frauenkooperative bietet im lokalen Stil gefertigte Textilien an. In der Abenddämmerung können wir beobachten, wie sich das weite Viereck des Platzes langsam mit Händlerinnen und Händlern füllt, wie Feuer für eine lange Nacht entzündet und erste Stände errichtet werden.
Der gesamte 18. Reisetag steht uns für die Erkundung des Wochenmarktes vor der berühmten Lehm-Moschee des Ortes zur freien Verfügung. Hier treffen sich die zahllosen Ethnien der Region, um ihre Erzeugnisse feilzubieten – auch eine gute Gelegenheit, sich mit Mitbringseln einzudecken. · 19.-21. Tag Bamako und das Ende der Reise Ab Djenné sind wir endgültig wieder auf Asphalt unterwegs. Ein langer Fahrtag bringt uns nach Bamako zurück. So haben wir am vorletzten Tag ausgiebig Gelegenheit, die Hauptstadt nochmals auf eigene Faust zu erkunden. Für die Abende empfehlen sich Besuche der zahlreichen Live-Musikclubs, in denen alle Stilrichtungen von afrikanischem Salsa über Reggae bis zu traditioneller malischer Musik gespielt werden. Für den letzten Abend haben wir ein Essen in einem der lauschigen Freiluftrestaurants geplant. Wer mag, probiert ein letztes Mal den köstlichen Capitain-Fisch aus dem Niger. Am späten Abend Transfer zum Flughafen und Flug zurück nach Deutschland, Ankunft dort am Morgen des 21. Reisetages.
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